Ich bin ein alter Freund der Straßen von Berlin, und wenn ich ehrlich sein soll, gibt es eine Strecke in meiner Stadt, die mich immer wieder fasziniert: Die Hamburger Schule ist nicht mein Thema heute, sondern die "Hühnerstraße" im Bezirk Neukölln. Es war einmal ein beliebter Spielplatz für Kinder, später wurde sie zu einem ungewöhnlichen Ort der Freiheit und Autonomie.
Die Geschichte der Hühnerstraße beginnt in den 1970er Jahren, als sich auf dieser Strecke eine alternative Gemeinschaft von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bildete. Sie nannten ihre https://chickenroad2-serios.net Straße "Hühnerstraße" – kein Wunder angesichts der vielen Vögel, die sich hier zu Hause fühlten.
Die Jahre vergingen und mit ihnen die politischen Landschaft und das soziale Klima in Berlin. In den 1980er Jahren war Neukölln ein Gebiet von Armut und Verfall. Doch inmitten dieser Verwahrlosung entstand eine enge Gemeinschaft, die ihre eigenen Regeln entwickelte. Die Hühnerstraße wurde zu einem Ort der Freiheit, wo Kinder lernen konnten, autonom und selbstständig zu sein.
Die Menschen, die sich auf der Hühnerstraße ansiedelten, kamen aus allen Teilen Berlins und waren meistens arme Jugendliche oder ältere Leute, die ihre eigenen Wohnungen nicht mehr leisten konnten. Sie bauten Häuser aus Müll, errichteten Dächer mit Brettern und Planken und schufen so ein eigenes Zeltstädtchen.
Die Hühnerstraße wurde zu einem Ort der Aktionismus. Hier baute man selbst Wohnraum, gründete Genossenschaften, organisierte sich selbst in Selbstverwaltung. Die Menschen waren frei von der Last der Konsumgesellschaft und konnten sich auf diese Weise um ihre eigene Existenz sorgen.
Die Straße wurde zu einem ungewöhnlichen Ort sozialer Experimente. Hier fanden Diskussionen über politische Ideologie statt, hier wurden politische Parteien gegründet. Aber auch Freundschaft und Beziehungen zwischen Männern und Frauen waren ein wichtiger Teil dieses Lebens.
Aber nicht nur die Menschen auf der Straße haben von diesem Ort profitiert, sondern auch die umliegende Gemeinschaft. Die Hühnerstraße hat sich zu einem Symbol des Widerstands gegen die Konsumgesellschaft entwickelt. Sie wird gerne von Touristen besucht und ist immer noch ein beliebter Treffpunkt für alternative Künstler und Musiker.
Doch heute ist die Hühnerstraße nicht mehr das, was sie einmal war. Die 90er Jahre haben den Wandel gebracht. Viele Menschen sind weggezogen in andere Stadtteile oder zurück in ihre Heimatorte. Andere haben einfach aufgehört zu kämpfen und leben jetzt von Sozialleistungen.
Heute ist die Hühnerstraße nicht mehr der Ort, an dem Autonomie und Freiheit gelebt wird. Die Straße ist heute ein Ort des sozialen Problems. Hier gibt es Alkoholabhängige, Drogener und Obdachlose. Die Straße ist in Verfall geraten.
Ich habe mich gefragt, ob die Hühnerstraße wirklich tot sei. Aber ich habe erlebt, dass auch unter den alten Freunden ein neues Leben entsteht. Sie organisieren wieder Feste und Diskussionen, sie gründen neue Genossenschaften und sie planen ihre Zukunft.
Doch es ist eine andere Welt als damals. Die Menschen haben sich verändert. Viele sind älter geworden, viele haben Kinder und müssen nach Rente leben. Doch die Freude an der Gemeinschaft und die Lust am Leben haben sich nicht geändert.
Ich kann sehen, dass die Hühnerstraße in ihrer ursprünglichen Form vielleicht nie wieder zurückkehren wird. Doch ich denke auch daran, dass sie immer noch ein Symbol ist für die Idee von Autonomie und Freiheit. Und ich bin überzeugt, dass sie eines Tages wieder zum Leben erwachen wird.
Die Hamburger Schule steht nicht in Frage, aber die Hühnerstraße – das ist mein Spiel.